Hat jemand meine Nerven gesehen?

Denn ich habe sie kurzzeitig verloren und Schuld daran ist diese unschuldig wirkende kleine Fondant-Torte!

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Alles fing recht wunderbar an. Ich habe meinen alltime favourite Schokokuchen gebacken ihn so sauber und kantig wie noch nie zurecht geschnitten und perfekt mit Ganache ummantelt – ich war in meinem ganz persönlichen Tortenhimmel. Gedanken wie „Das wird die beste Torte die Du je gemacht hast“ gingen mir durch den Kopf denn tatsächlich hat es bisher noch nie so gut funktioniert bei den Vorbereitungen.

59D49CEB-A013-4DD9-A0A8-ED9166665037Außerdem hatte ich schon eine sehr genaue Idee wie die Torte aussehen sollte und hatte mir schon jeden Arbeitsschritt und alles an Dekomaterial bereit gelegt. Doch dann kam der Supergau! Der von mir zuvor vorbereitete hellblaue Himmelfondant wollte ums Verrecken nicht auf meinem Supertörtchen bleiben! Ich habe es versucht, wieder und wieder und  mit jedem Mal kam ich dem Heulkrampf näher. Tatsächlich wusste ich zwischenzeitlich nicht, wie ich noch weiter machen soll, denn der Fondant wurde durch das permanente neue aufkneten und ausrollen auch nicht unbedingt besser und mir wollte einfach nicht in den Sinn kommen wo der Fehler lag. An der Farbe konnte es eigentlich nicht liegen, denn ich hatte wirklich nur sehr wenig davon verwendet und den Fondant danach noch brav ruhen lassen. Verzweiflungstaten wie das Einkneten von Palmin gefolgt von CMC gaben meinem so schön eingefärbten Fondant dann den Rest und mir gleich mit!

Meine letzte Möglichkeit, den noch übrigen „Reserverfondant“ so wie er ist – und zwar strahlend weiß – auf die Torte zu bringen. Also habe ich noch mal die Ärmel hochgekrempelt, das durch die Bäckerstärke nunmehr weiße Törtchen noch mal mit Ganache eingepinselt und dann ab drauf mit dem weißen Fondant.

Es war vermutlich die Kombination aus frisch eingestrichener Torte und nicht 1000 Mal geknetetem Fondant die dafür sorgte, dass die Zuckermasse tatsächlich haften blieb und mir nicht wie die Male davor einfach gerissen ist. So oder so war das glaube ich die größte Erleichterung die ich in meinem Leben je erfahren habe. Denn versteht meine Situation, es gab einen kleinen Jungen der sich auf diese Torte freute, es war Sonntagnachmittag, mein Tortenladen um die Ecke hatte Montags zu und das war mein letzter Fondant!

Absolut erleichtert aber dennoch etwas missmutig machte ich also weiter. Missmutig deswegen, weil das mit dem weißen Himmel nicht mein Plan war! Der eigentliche Plan sah einen wunderbar strahlend blauen Himmel vor! Aber wie einem das Leben manchmal so spielt, habe ich die Puderfarbe ausgepackt und drauf los gepinselt und was soll ich sagen, es gefällt mir sogar besser so! 😀

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Nachdem das geschafft war lief wieder alles wie am Schnürchen! Ich fürchtete zwar trotzdem eine weitere Niederlage aber zu meiner Freude blieb alles wo es sein sollte und ich konnte munter drauf los dekorieren. Das habe ich dann auch gemacht – bis 3:30h Nachts – denn nach diesem erschütternden Erlebnis wollte ich die Torte einfach nur fertig bekommen.

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Schlussendlich bin ich auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und auch schon wieder total im Tortenfieber! Ich überlege was ich als nächstes machen könnte und freue mich schon riesig auf die Cake & Bake in der kommenden Woche in Dortmund. Dort werde ich sicherlich einige ans Zubehör kaufen und vielleicht kommt mir dann dort auch noch die ein oder andere tolle Idee! Zu dieser Torte gab es auch noch passende Cupcakes in Auto-Muffinförmchen und mit Auto-Toppern.

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Leider gibt es von allem nur Schnappschüsse denn ich habe diese Torte nachdem sie fertig war wirklich möglichst wenig bewegt aus purer Angst dass sie doch noch kaputt gehen könnte! 😀 Also habe ich heute nicht ganz so schöne Fotos für Euch! 😉 Und ein Rezept, dass ich auf diesem Blog schon x-Mal gepostet habe, da ich es eben immer bei Fondanttorten verwende. Aber ehrlich, dieser Kuchen schmeckt auch pura natura ohne Verzierung einfach so wunderbar, dass ihn jeder kennen und ausprobieren sollte! 🙂

Zutaten für eine 20cm Springform:
2½ Tassen + 1 EL Mehl
3 Tassen Zucker
1 Becher + 1 EL Kakao
1 TL Natron
1½ TL Backpulver
1½ Salz
3 Eier Raumtemperatur
1½ Tassen Buttermilch Raumtemperatur
1½ Tasse starker Kaffee
¾ Tasse Öl
2 TL Vanilleextrakt

Zutaten für die Ganache:
100ml Sahne
250g Schokolade

Zutaten für die Deko:
1kg Rollfondant zum Eindecken (gerade für Anfänger sollte beim Eindecken nicht gespart werden)
ca. 150g Rollfondant & 150g Blütenpaste
Lebensmittelfarbe (Puder- und Pastenfarben)
Ausstechformen

1. Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen und die Springform mit Backpapier auskleiden. Dazu eine Lage Backpapier auf den Boden legen, die Springform darum schließen und das überstehende Backpapier mit einer Schere abschneiden. Nun eine Lage Backpapier halbieren, die Ränder der Form fetten und das Backpapier an den Seiten befestigen sodass die Form höher wird und der Kuchen am Backpapier hochbacken kann.

2. Nun zum Teig! Zunächst die trockenen Zutaten, Mehl, Zucker, Kakao, Natron, Backpulver, Salz und Vanille in eine Schüssel geben und vermischen.

3. Die Eier dazugeben und unterrühren. Noch während des Rührens die Buttermilch dazugeben, danach den Kaffee und dann das Öl.

4. Den Teig für ca. 2 Minuten gut durchmixen lassen sodass alle Zutaten miteinander verbunden sind.

5. Den Teig in die Form füllen und für ca. 45 – 60 Minuten backen lassen. Am besten mit der Stäbchenprobe testen ob der Kuchen im Kern schon durchgebacken ist. Damit der Kuchen möglichst hoch wird, wird hier eine große Menge Teig verwendet (eigentlich für eine 28cm Springform) daher muss geprüft werden ob er in der Mitte auch durch ist!

6. Nun den Kuchen komplett auskühlen lassen. Am besten bis zum nächsten Tag stehen lassen.

7. Für die Ganache, die Sahne in einem Topf erhitzen und über die Schokolade gießen. Das Gemisch erst für ca. 2 Minuten stehen lassen und erst dann glatt rühren.

8. Den ausgekühlten Kuchen so zurecht schneiden, dass er von allen Seiten schön gerade und glatt ist. Dann in mehreren Schichten die Ganache glatt aufstreichen.

9. Den Fondant geschmeidig kneten und dann auf einer mit Stärke bestäubten Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausrollen. Danach den Fondant auf den Kuchen übertragen und an den Rändern glätten. Dann kann mir der Deko begonnen werden!

10. Hierzu habe ich Ausstechformen verwendet. Ein Auto und einen Bus. Die Räder habe ich mit einem Kreisausstecher gemacht und mit Silber Lebensmittelfarbe angemalt. die Fenster habe ich freihand geschnitten.

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Viiiieeel Glück zum Bloggeburtstag…

viel Glück, viel Glück!

Ich kann mir genau vorstellen, wie der verrückte Hutmacher, der Märzhase und die Schlafmaus an einem Tisch in Miss Mona´s Tearooms sitzen und es für mich singen:

Viel Glück zum Bloggeburtstag – für mich ? – für Dich

viel Glück zum Bloggeburtstag – für mich ? – für Dich

drum blas die Kerzen aus, mein Kind und wünsch Dir was geschwind

viel Glück zum Bloggeburtstag für Diiiiiich!

Und so würde ich mich sehr gerne an den Tisch setzen um ein Tässchen Tee mit den Dreien zu genießen und ihn zu Feiern diesen großen Tag! 🙂
Jetzt gibt es sicher einige die aufgepasst haben und sagen „Aaaaber die singen doch garnicht Bloggeburtstag sondern Nichtgeburtstag!“ Ja, tun sie, aber mein Blog hat eben nicht Nichtgeburtstag! Denn genau heute wird er ein stolzes ganzes Jahr alt!
Auf den Tag genau ging vor einem Jahr der erste Post on air. Den beschämenden ersten Beitrag findet Ihr hier.

Wenn ich mal in die Vergangenheit schaue sind es 48 Beiträge und somit Rezepte die mein kleines Küchenchaos beschreiben. Über die Zeit haben sich die Fotos verändert, die Art und Weise in der ich Texte schreibe hat sich gewandelt und generell findet dieser Blog noch seinen eigenen Stil!
Aber alles in allem lässt sich sagen, es war ein spannendes Jahr in dem ich das ein oder andere Mal auch über meinen eigenen Schatten springen musste! Nicht jede Geschichte kommt einem einfach über die Finger! Und noch viel weniger lässt sich der eigene Anspruch immer mit der verfügbaren Zeit verknüpfen!

Als Leser sieht man es vielleicht nicht, aber es steckt einiges an Gedanken in einem einzelnen Beitrag! Das fängt beim Rezept an und endet beim Setting für ein schönes Bild. Dazwischen liegen die Bemühungen das Backwerk möglichst perfekt hinzubekommen und die oft quälende Überlegung bezüglich einer möglichst witzigen und kreativen Geschichte!
Hinzu kommen die Befürchtungen dass ihn gar niemand liest – den Blog – man sieht zwar die Seitenaufrufe aber man weiß ja nicht obs gefällt! Und es gibt soooo viele tolle Blogs, da sticht das kleine Teehäuschen vielleicht auch nicht heraus!
Aber auch wenn es nicht der beste Blog des Jahrhunderts ist, so ist er immerhin mein kleiner cozy Rückzugsort an dem ich netten Menschen leckere Rezepte übermittle! 🙂

Ich bin gespannt was das nächste Jahr für mich und diesen Blog bereit hält, welche spannenden Rezepte mich erwarten und wie sich die Fotografierei weiterentwickelt!

Zum ersten Geburtstag sollte es natürlich etwas Besonderes geben, ein etwas besonderes Törtchen zum Beispiel! Und so wollte ich zunächst einen kunterbunten Geburtstagskuchen mit verschiedenen bunten Rührteigschichten zaubern. Verkauft hätte ich Euch das unter dem Motto „´It´s my Party and I coulour if I want to“ denn eigentlich finde ich bunte Kuchen nicht sehr appetitlich! Doch auch in meiner Küche geht mal was schief und so wollte die gelbe Schicht einfach nicht gar werden! Dem ganzen ein Ende gesetzt hat dann der kleine oragene Goofball von Moppelkaterich, der sich die Mascarponecreme in einem unbeaufsichtigten Moment hat schmecken lassen! Ein Foto habe ich trotzdem gemacht, natürlich von dem Teil der nicht liebevoll abgelutscht wurde! 😉 Das hätte Ihr Geburtstagskuchen werden können…

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Nunja, somit war der bunte Traum einer Kindergeburtstagstorte zum ersten Bloggeburtstag gestorben und so habe ich mir etwas neues überlegt. Etwas, das nicht so laut Karneval oder LSD Rausch schreit sondern einfach nur ein leckeres Törtchen ist. Da gerade Beerenzeit ist und ich Heidelbeeren absolut gerne mag, stand fest dass es etwas Heidelbeeriges werden soll! Noch ein bisschen Schokolade dazu und schwups da ist es, das Geburtstagstörtchen!

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Schokoschichten mit Blaubeer-Mascarpone-Creme die ein bisschen schmeckt wie Fruchtzwerge! 🙂

Zutaten:

325g Zucker
375g Butter
375g Mehl
1/2 Pk Backpulver
60g Kakao
150g Zartbitterschokolade geschmolzen
6 Eier
750g Mascarpone
70g Puderzucker
1 Pk. flüssiges Vanillearoma (z.B. Finesse)
300g Heidelbeeren püriert
125g Heidelbeeren zur Deko

1. Die Butter mit dem Zucker weiß schaumig aufschlagen.

2. Nun nach und nach die Eier dazugeben und jeweils gut unterrühren.

3. Mehl, Kakao und Backpulver mischen und esslöffelweise zu der Buttermischung geben.

4. Zu guter Letzt die geschmolzene Schokolade untermischen.

5. Den Teig in drei gleich große Portionen teilen und nacheinander (oder gleichzeitig wenn man drei Formen besitzt) in einer 18cm Springform für 25 – 30 Minuten bei 180°C backen.

6. Die Kuchen auf einem Gitter auskühlen lassen.

7. In der Zwischenzeit die Creme vorbereiten. Dazu die Heidelbeeren pürieren und mit den restlichen Zutaten zu einer glatten Masse verarbeiten.

8. Wenn die Kuchen ausgekühlt sind, werden sie mit einem scharfen Messer geköpft 😉 sodass man drei gerade etwa gleich dicke Schichten erhält.

9. Jetzt werden Kuchen und Creme geschichtet und im Kühlschrank ausgekühlt.

10. Nach ca. 1 Std Kühlzeit den Kuchen mit der restlichen Creme einstreichen und mit den ganzen Heidelbeeren dekorieren.

 

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Hier noch der Anschnitt – ein Handyfoto länger hätte der Geduldsfaden der Kollegen nicht gehalten! 😉

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